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Pflegestelle

Wieso Pflegestelle?

 

 

 

 

Wie kommt man eigentlich dazu Pflegestelle zu werden? Diese Frage werden sich sicher schon einige von euch gestellt haben. Oft kommt einem dann auch der Gedanke: “Ich könnte das niemals machen. Niemals könnte ich mich wieder von meinem Pflegehund trennen!“ Dieser Gedanke ist gar nicht so unberechtigt! Genau das ist mir bei meinem ersten (Kuckucks-)Pflegi (Noelle) auch passiert.

 

 

 

 

Nicht jeder kann sich vorstellen, einem Hund ein vorübergehendes zu Hause zu schenken um ihn dann nach einer gewissen Zeit wieder gehen zu lassen. Das ist auch keine einfache Entscheidung, die man eben mal so aus einer Laune heraus trifft. Ich suche mir die neue Familie meines Pflegis sehr genau aus und sag auch schon mal „NEIN“, wenn es nicht passt und ich merke, dass der „Funke“ nicht überspringt (egal von welcher Seite).

 

 

Der Hund wächst einem wirklich sehr ans Herz – der eine mehr, der andere weniger – aber es tut IMMER weh, wenn die neue Familie kommt um „ihr neues Familienmitglied“ abzuholen. Ein Stück vom Herzen geht mit jedem Hund mit – egal wie lange er da war und welche Bindung man zu ihm aufgebaut hat. Das ist das schmerzliche Los einer jeden Pflegestelle!

 

 

 

 

Aber es ist auch eine sehr schöne Aufgabe einen Hund ein kleines Stück auf seinem Weg ins neue Leben zu begleiten. Ich freue mich immer wieder, wenn ein neuer Pflegi bei uns einzieht.

 

 

Es ist so aufregend. Fast als wäre Weihnachten und man wartet gespannt und nervös darauf, endlich sein Geschenkchen aufpacken zu dürfen.

 

 

Wie er wohl ist? Was wird mich erwarten? Ist er eher schüchtern oder doch ein kleiner Draufgänger? Ist er ängstlich, verstört oder muss man ihn aufpäppeln? So ganz genau kann man nie sagen, wie der Hund sein wird, wenn er hier ankommt. Die Beschreibungen der Hunde beschränken sich wirklich nur auf das Wesentlichste weil den Tierschützern in Spanien die Zeit fehlt, jeden einzelnen Hund ganz genau zu analysieren und zu beobachten. Dafür sind es viel zu viele die versorgt werden müssen und die Zeit ist eh schon viel zu knapp bemessen. Ich denke, das kann man auch nachvollziehen.

 

 

 

 

 

Nun, wie sind wir dazu gekommen, als Pflegestelle zu helfen? Angefangen hat es im Juli 2005 als unsere Jule bei uns einzog. Sie war und ist ein Engel auf Pfötchen! So sanft, so lieb, so zart und sensibel. Ich  konnte damals kaum glauben, dass es Hunde gibt, die SO sind. Wir waren von ihrem sanften, lieben Wesen so sehr beeindruckt, dass der Wunsch in uns wuchs, noch einem dieser wundervollen, elfenhaften Wesen aus dem Elend in Spanien zu helfen und ihm den Weg in ein neues, liebevolles Leben zu ebnen.

 

 

Also schrieb ich damals wieder der Tierschützerin, von der wir auch Jule adoptiert hatten und erzählte ihr von unserem Gedanken. Sie war sofort begeistert und machte mir auch gleich einen Vorschlag. Ein Welpe suchte dringend eine Pflegestelle. Uff – ein Welpe…. Also eigentlich hatte ich mir eher einen älteren Hund als Pflegehund vorgestellt. Aber ich sprach mit Andy darüber und der Welpe durfte kommen.

 

 

Als der lang herbei gesehnte Tag endlich gekommen war, an dem wir „Nelly“ abholen konnten, fuhren wir zum Flughafen. Ich war genauso aufgeregt wie damals, als wir Jule abgeholt hatten. Mein Herz schlug mir bis zum Hals als die Flugpatin mit dem Kennel durch das Gate kam.

 

 

Da war er nun also: mein erster Pflegehund! (über Nelly´s Ankunft und unser Überraschungsei "Noelle" möchte ich auf einer anderen Seite noch schreiben). Und weitere sollten ihm folgen….

 

 

Seitdem sind schon einige Pflegis bei uns ein- und wieder ausgezogen und es war und ist immer wieder eine Herausforderung, sie wirklich gehen zu lassen und nicht selbst zu behalten. 

Man wird ein wenig gelassener, wenn die Hunde ankommen. Man verliebt sich nicht mehr gleich in der ersten Sekunde – aber man schließt sie mit den Wochen, Monaten die sie bei einem sind, immer tiefer in sein Herz.Genauso, wie man es auch bei seinen eigenen Hunden macht.

 

 

Davor kann man sich nicht schützen, und man sollte es auch nicht! Ich finde, dass man sie genauso lieb haben muss, wie seine eigenen Hunde. Sie „anders“ zu behandeln wäre falsch und dem Hund gegenüber unfair und herzlos.

 

 

Mein Rudelchen wurde im Januar, als Emmy, meine süße Podenca (und mein Traum), bei mir einzog komplett! Mit ihrem Einzug hatte ich eigentlich beschlossen, als Pflegestelle aufzuhören - tja, eigentlich... im Tierschutz gibt es viele "EIGENTLICHS" die man immer wieder beiseite räumt, streicht oder neu überdenkt, weil einem das Herz sagt, dass es "eigentlich" wieder einmal an der Zeit wäre, zu helfen. Auch ich habe das Wörtchen "eigentlich" erstmal wieder in die Schublade gelegt... vielleicht krame ich es irgendwann wieder einmal hervor....

 

 

Ich genieße es, hin und wieder noch einen Pflegi bei mir aufzunehmen: sei es als Notfall- oder als Kurzzeitpflegeplatz. Oder aber auch einmal im Jahr als Pflegestelle zu helfen.

 

 

Auf Dauer fünf eigene Hunde zu haben ist  eine gewaltige Verantwortung vor der ich einen beachtlichen Respekt habe.

 

 

 

 

Pflegestelle sein ist eine sehr schöne Aufgabe. Wenn man zusehen darf, wie der neue Hund erst unsicher und manchmal ungläubig und erstaunt verstehen lernt, dass er sein erbärmliches Leben in Spanien nun ein für alle mal hinter sich lassen kann. Wenn er begreift, dass Menschen liebevoll mit ihm umgehen, dass Geborgenheit, Zuneigung, ein warmes Körbchen und genügend Futter nun ganz selbstverständlich zu seinem Leben dazu gehören.

 

 

Wenn ich in die dankbaren und glücklichen Augen meines kleinen Pfleglings schaue, dann weiß ich, dass ich mich richtig entschieden habe!

 

 

Und wenn ich dann noch eine liebe Familie für ihn gefunden habe, dann ist mein Glück perfekt!

 

 

Wir haben auch heute noch festen Kontakt zu den Familien, die unseren Pflegehunden ein liebevolles zu Hause geschenkt habe. Pflegestelle zu sein hat mein Leben bereichert. Ich habe dadurch viele neue, liebe Menschen kennen gelernt. Dafür bin ich sehr dankbar.

 

 

 

 

Wenn ihr euch davor „scheut“ als Pflegestelle zu helfen, weil ihr denkt, ihr könnt euren Pflegi nicht mehr gehen lassen, versucht es doch trotzdem einmal. Wer das Wagnis Pflegestelle nicht eingeht, obwohl er es gerne einmal versuchen würde, der wird sich vielleicht sein Leben lang fragen, wie es wohl gewesen wäre, doch mal einen kleinen Pflegi zu haben. Und wenn ihr euch dann wirklich nicht mehr trennen könnt von ihm, weil er sich schon viel zu tief in euer Herz geschlichen hat, dann muss es bestimmt so sein. Denn auch dann ist der Hund angekommen…zwar nicht in seiner Pflegestelle, dafür aber bei seiner geliebten Familie.

 

 

 

 

Oh, eins fällt mir noch ein zum Thema Pflegestelle. Dieser Gedanke ging euch vielleicht auch schon im Kopf herum: Wie verkraftet es der Pflegehund, wenn er wieder aus seiner Pflegestelle „herausgerissen“ wird und in eine neue, ihm völlig fremde Familie kommt?

 

 

Leidet er nicht furchtbar?

 

 

Dazu kann ich nur sagen: Es hält sich wirklich sehr in Grenzen. Ich fürchte, wir Pflegemamas leiden in diesem Fall viel länger und schmerzvoller als unser Pflegling.

Ich habe die Erfahrung gemacht – und auch von den Adoptivfamilien bestätigt bekommen – dass die ersten paar Tage eine Umstellung für den Hund sind und ihm auch eine gewisse Traurigkeit anzumerken ist. Er begreift aber sehr schnell, dass das sein neues zu Hause ist und dass die Menschen hier auch sehr lieb zu ihm sind. Der Hund findet sich erstaunlich schnell in seinem neuen Leben zurecht. Die Hunde sind meist im Wesen gefestigt, wenn sie ihre Pflegestelle verlassen. Was wichtig für sie war in der Pflegestelle, das bekommen sie ebenso von ihrer Adoptivfamilie: Liebe, Geborgenheit, Zuwendung, Verständnis und ein kuscheliges Körbchen oder Sofa.

 

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