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Podenca Ginny - oder der "gemeine Baumwickler"



Achtung!

Die folgende Geschichte kann feinste Spuren von Satire aufweisen 

 

(Zum besseren Verständnis: Das Wort *gemein* bezieht sich hierbei auf die Wortfamilie *Gemeinschaft*
also in etwa: *der Baumwickler im allgemeinen*)
 


Der „gemeine Baumwickler“

 

Ich möchte Ihnen heute auf eine äußerst liebevolle Weise den leider in unseren Breiten sehr selten gewordenen „gemeinen Baumwickler“ vorstellen und Ihnen ein wenig über seinen Lebensraum und seine Gewohnheiten erzählen.

 

Das Weibchen des „gemeinen Baumwicklers“ erreicht eine Schulterhöhe von etwa 64cm. Es trägt ein bordürenbesetztes, kuschlig weiches Microfleece-Geschirr und ist leicht an seinen unverkennbaren und überdimensional großen Tütenohren zu erkennen. Sein Trab ist elegant, leichtfüßig und federnd wie der eines edlen Lipizzaners. Sie können sich glücklich schätzen, den „gemeinen Baumwickler“ dabei erleben zu dürfen, da er meist in seiner für ihn typischen und namensgebenden Körperhaltung, der Baumumwicklung, verharrt!

 

Wenn sie also durch einen Wald spazieren, halten sie auf jeden Fall beide Augen offen. Sie haben durchaus die Chance einem Exemplar des „gemeinen Baumwicklers“  zu begegnen.

 

Vorwiegend durchstreift das Weibchen des „gemeinen Baumwicklers“, im Volksmund besser bekannt als *Podenca Ginny*, Wälder oder Baumwiesen. Auch einzeln stehende Bäume sucht es gelegentlich auf. Seltener jedoch ist es in Parks, auf Feldern und Blumenwiesen anzutreffen.  

 

Das „gemeine Baumwickler-Weibchen“ ist fast ausschließlich in Begleitung eines aufrecht gehenden Lebewesens unterwegs: dem „Leinenträger“. Die wohl geläufigste Variante des „Leinenträgers“ ist der „Ein-Leinenträger“. Dieser kann sogar rudelweise auftreten. Des öfteren begegnet man ebenso dem "Zwei-Leinenträger". Äußerst selten hingegen ist in unseren Breiten das Vorkommen des „Viel-Leinenträgers“.

Der „Leinenträger“ macht seinem Namen alle Ehre. Ist er doch nur in Notfall- und Ausnahmesituationen, wie der eines Arztbesuchs, eines Lebensmitteleinkaufs oder einer Schulveranstaltung, ohne dieses für ihn nahezu lebensnotwendig gewordene Utensil der "gemeinen Leine" anzutreffen.

Das vorwiegend in der Natur lebende, durch Feld, Wald und Wiesen streunende "Leinenträger-Weibchen" ist auch vereinzelt in Begleitung eines "Männchens" anzutreffen. Wahrscheinlicher jedoch ist es, einem Rudel "Leinenträger-Weibchen" zu begegnen da die Männchen extrem scheu sind. "Leinenträger-Männchen"  reagieren hochempfindlich auf Temperatur- und Wetterschwankungen und halten sich daher vorzugsweise in trockenen, beheizten oder klimatisierten Gebäuden auf.  „Leinenträger-Pärchen“  sind daher extrem selten und bestenfalls an Wochenenden oder Feiertagen gemeinsam anzutreffen.

 

Das „Leinenträger-Weibchen“ macht durch seinen melodischen und lieblichen Gesang auf sich aufmerksam. Schallt ein vielfach wiederholtes: „Nein-Ginny-andersrum“ gefolgt von einem ebenso oft erklingenden: „nicht-so-rum-so-rum-geht-das-nicht“ durch den Wald ist die Wahrscheinlichkeit, auf ein „gemeines Baumwickler-Weibchen“ zu treffen vielversprechend.

Bewegen Sie sich eilends in die Richtung aus der sie den lieblichen Lockruf des "Leinenträger-Weibchens" vernehmen. Das Weibchen ist eindeutig an zwei unverwechselbaren Merkmalen zu erkennen:

              1.: es steht völlig regungslos auf einem Weg während es unaufhörlich seine Strophen flötet und

        2.: es umklammert fest eine schwarze Plastikdose der eine dünne Schnur entspringt.


 

Verhalten Sie sich vollkommen ruhig und vermeiden sie hektische Bewegungen und laute Geräusche um das "Leinenträger-Weibchen" und den sicher in seiner Nähe verweilenden „gemeinen Baumwickler“ nicht aufzuschrecken und zu verscheuchen.

Beginnen Sie nun damit alle Bäume im Umkreis des "Leinenträger-Weibchens" mit den Augen abzusuchen. Achten Sie hierbei besonders auf die unteren Enden, etwa 50cm oberhalb der Erdoberfläche. Der „gemeine Baumwickler“ ist ein Bodenbewohner und dort ist sein bevorzugter Aufenthaltsort!

 

Äußerst erfolgversprechend ist es, die Schnur aus der Plastikdose mit den Augen zu verfolgen.

Diese geheimnisvolle Schnur wird sie direkt zum „gemeinen Baumwickler“ führen!

 

Halten Sie nun ihren Fotoapparat schussbereit denn wenn sie jetzt in diesem Moment ein haariges Wesen entdecken, das fest an einem Baum klebt:

Glückwunsch!

 

Sie haben soeben ihren ersten „gemeinen Baumwickler“ aufgespürt!

 

Je nach Intelligenz und natürlicher Begabung ist das Weibchen in der Lage sich mit Hilfe der an ihm befestigten Schnur ein- oder gar mehrmals um den von ihm auserwählten Baum zu wickeln. Die Anzahl der Umwicklungen ist dabei abhängig vom Umfang des Baumes und vom Geschick des "gemeinen Baumwickler-Weibchens".

Hat es dies erfolgreich gemeistert, bemüht es sich, das melodiös flötende  „Leinenträger-Weibchen“  zu erreichen welches noch immer regungslos auf dem Weg verharrt. Das Gesicht des „gemeinen Baumwickler-Weibchens“ hat zwischenzeitlich einen verwirrten und irritierten Ausdruck angenommen und es scheint ein wenig verzweifelt. Eifrig ist es bemüht, in Richtung des „Leinenträger-Weibchens“  zu gelangen, was ihm jedoch aufgrund der heftigen Umwicklung nicht gelingt.

 

Im besonderen Maße geübte und hochintelligente „gemeine Baumwickler“ besitzen die überaus hilfreiche Fähigkeit, sich mit eleganter Leichtigkeit aus ihrer Baumumwicklung zu lösen.

Für die weniger talentierten Probanten wie

das „gemeine Baumwickler-Weibchen“  *Podenca Ginny *

nimmt nun das „Leinenträger-Weibchen“ eine bedeutsame und äußerst spektakuläre Rolle ein!

Abrupt beendet es seinen lieblichen Gesang und setzt sich eilends in Bewegung.

Mühsam bahnt es sich seinen Weg durch das schwer durchdringliche  Gelände bis hin zum „gemeinen Baumwickler-Weibchen“ welches das „Leinenträger-Weibchen“ schon mit freudiger Erleichterung zungenschnalzend empfängt.

 

Kaum ist das „gemeine Baumwickler-Weibchen“ aus seiner misslichen Lage befreit, macht es sich umgehend, unbeschwert flott und fröhlich davon trabend, daran seinen Weg fortzusetzen, während das „Leinenträger-Weibchen“ seine liebe Mühe hat, ihm angemessenen Schrittes auf seiner Mission zu folgen. Schließlich warten noch endlos viele Bäume darauf, von einem „gemeinen Baumwickler-Weibchen“ umwickelt zu werden.

 

Sollten Sie nun Ihre Liebe für den „gemeinen Baumwickler“ entdeckt haben, sich selbst jedoch nicht in der Lage sehen, einen solchen bei sich aufnehmen zu können, dürfen Sie auch gerne eine Patenschaft für ein Exemplar dieser überaus liebenswerten Tierchen übernehmen. 

 

 

Der kleinere Vertreter des  „gemeinen Baumwicklers“ ist übrigens der „krummbeinige-Strauchumschlinger“.  
Jedoch würde es den Rahmen meiner Ausführungen sprengen, an dieser Stelle über ihn zu berichten  .

 

                                                   © Text und Bilder Anja Herok

 

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